VERANSTALTUNGEN


Mai

Der Reichtum, der Armut schafft – Krisen im Kapitalismus

Dienstag, 26.5.2020, 19 Uhr | digitale Veranstaltung über Zoom. In den digitalen Raum kommt ihr, zu Beginn der Veranstaltung, indem ihr hier klickt.

 

Nicht nur in Zeiten der Pandemie ist der Begriff der Krise in aller Munde. Krisen haben den Kapitalismus seit seiner Durchsetzung zunächst in England und später auf dem gesamten Planeten stets begleitet. Während lange Zeit die liberalen Vordenker dieser Produktionsweise ihre notwendige Wiederkehr noch geleugnet haben, ist es nach Dutzenden kleiner und mehr als einer Handvoll großer Einbrüche mittlerweile zum Allgemeingut geworden, dass man sich auf die nächsten „Abschwünge der Wirtschaft“ immer wird vorbereiten müssen. Doch woher kommt diese alle Jahre wiederkehrende Dynamik, deren Folgen fast alle Menschen durch Unternehmenspleiten, erhöhte Arbeitslosigkeit, verringerte Löhne, Abstiegsängste oder gar Staatsbankrotte zu spüren bekommen? Häufig ist von Fehlentscheidungen wichtiger Staat- oder Wirtschaftslenker die Rede, manchmal auch davon, dass die Bevölkerungen sich an einen zu hohen Wohlstand gewöhnt und auf Pump gelebt hätten. Dagegen verwies ein bekannter Kritiker des Kapitalismus, Karl Marx, schon im 19. Jahrhundert darauf, dass Krisen unmittelbar mit der Art zu Wirtschaften zusammenhängen würden – als Ergebnis gerade des zu viel produzierten Kapitals.
Der Vortrag soll einen kurzen Einblick in diese Krisentheorie geben und dabei auf einige Beispiele,

vor allem aus der letzten großen Krise von 2008ff., hinweisen und zur Diskussion darüber anregen.


Geplant sind dabei drei Blöcke:
1. Einführung in die marxistische Krisentheorie;
2. Gegenargumente ihrer Gegner (Liberale, Zerstörungsapologeten und Keynesianer);
3. 2008 und 2020? Kommt jetzt der nächste große Einbruch?
Die drei Blöcke werden jeweils durch ein kurzes Impulsreferat vorgestellt und sollen anschließend diskutiert werden.

Der Referent, Axel Berger, lebt und arbeitet in Berlin. Er schreibt für diverse linke Zeitungen und Zeitschriften und ist seit mittlerweile drei Jahrzehnten in der außerparlamentarischen Linken aktiv.

 

Ansprechpartner: Adrian Scheffels Tel. 0211 – 929 44 12 adrian.scheffels@duesselfalken.de